30.12.2010
Ich komme aus Berlin zurück. Ich habe im Deutschen Historischen Museum die Ausstellung „Hitler und die Deutschen“ (F.A.Z. vom 14. Oktober) besucht. Ich befürchtete, der „Führer“ könnte zu positiv dargestellt werden. Diese Furcht war unberechtigt. Und doch bin ich nach meinem Besuch voller Empörung über die Grundeinstellung des Ganzen. Das deutsche Volk war kollektiv schuldig. Seit sechzig Jahren, in Büchern und Unterricht, widerlege ich diese These. Hier fängt es schon mit dem Ende von Weimar an. Die Reichstagswahl vom November 1932, mit dem Rückgang der NSDAP, ist nicht da. Die Zahlen der schon nicht mehr freien Wahlen vom 5. März 1933 werden verschwiegen. Sonst hätte man doch zeigen müssen, dass Hitler nicht die Mehrheit der Wähler hinter sich hatte und diese nur dank Alfred Hugenbergs DNVP erreichte. Zur Zweidrittelmehrheit brauchte Hitler andere Parteien.
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