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Vorwort Dezember 11

eingestellt am 01.01.2012

 

Das alte Jahr geht zu Ende und wir schauen zurück auf eine sehr bewegte Zeit. Neben der Eurokrise, die uns alle betrifft und leider immer noch nicht von den Regierungen in den Griff bekommen wird, macht sich die OMV große Sorgen um den Erhalt des deutschen Kultur- und Kirchenguts im nördlichen Ostpreußen, das nunmehr vor einem Jahr per Duma-Gesetz der russisch-orthodoxen Kirche (ROK) zugesprochen wurde, obwohl bis 1945 die ROK überhaupt nicht in Ostpreußen vertreten war und Millionen an Spendengeldern aus Deutschland zur Restaurierung des Restes der deutschen Kultur in Nord-Ostpreußen flossen.

Sorgen macht uns auch das Verhalten polnischer Nationalisten in Oberschlesien, wo erst kürzlich nach den polnischen Parlamentswahlen die Geschäftsstelle der deutschen Minderheit in Oppeln beschädigt wurde und die zweisprachigen deutsch-polnischen Ortsschilder häufig in Oberschlesien demoliert oder abgebaut werden. Sorgen bereitet uns auch die Ignoranz der tschechischen Regierungen, die immer noch nicht die Benesch-Dekrete aufheben und die Vertreibungen der Sudetendeutschen als rechtens ansehen. Am meisten aber verärgern uns die devoten und lauen Haltungen und Reden unserer Politiker, die bei ihren Besuchen in den deutschen Ostprovinzen zwar stets gebetsmühlenartig von deutscher Schuld reden, aber Flucht und Vertreibung meist ausklammern und Angst haben, die deutschen Minderheiten offiziell zu besuchen oder Kränze auf den deutschen Soldatenfriedhöfen niederzulegen. Mehr Rückgrat wäre wohl angebracht! Hoffen wir also einmal wieder, dass sich hier im neuen Jahr etwas ändert.

 
 
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