18.09. Unsere Reise beginnt in Bad Schwartau. Wir fahren ohne Zwischenübernachtung nach Oppeln (Opole). Hier ist auch für die nächsten 7 Nächte unser Standquartier. Das Gebiet der Woiwodschaft Oppeln ist relativ klein aber für Touristen sehr attraktiv. Hier lassen sich Einflüsse der deutschen, polnischen und tschechischen Kultur feststellen. Im Norden liegt die schlesische Tiefebene, im Süden, beiderseits der polnisch-tschechischen Grenze, erstreckt sich das Sudetenvorland mit dem Oppagebirge. Durch die schlesische Tiefebene fließt die Oder, an deren rechten Ufer sich weitläufige Waldgebiete erstrecken.
19.09. Wir brechen auf zu einem Tagesausflug nach Trebnitz (Trzebnica) und Breslau (Wroclaw). In Trebnitz stiftete 1202 der Fürst Heinrich der Bärtige, der Gemahl der Hl. Hedwig von Schlesien, die Abtei für die Zisterziensernonnen, das Kloster, und die Heilige Jungfrau Maria Kirche, sowie Heilige Bartholomäus Kirche, die zu den höchstgeschätzten Sehenswürdigkeiten Polens gehört. Breslau hat alles zu bieten, was der Tourist begehrt, eine reizvolle Lage, ein mildes Klima, einzigartige Baudenkmäler und gastfreundliche Menschen. Breslau ist 1000 Jahre alt und hat einzigartige, baukünstlerische Zeugnisse aus sämtlichen Epochen vorzuweisen. Breslau ist eine zauberhafte, lebendige Stadt
20.09. Der heutige Tag wird ruhiger. Wir fahren nach Lubowitz (Lubowice). Lubowitz liegt nördlich der Kreisstadt Ratibor (Raciborz) über dem linken Oderufer und wurde 1376 als Kirchort erstmals genannt. In dem von seinem Vater 1785 erbauten Herrenhaus,wurde am 10.03.1788 der Dichter Joseph von Eichendorff geboren. Der 1823 zwangsversteigerte Besitz der Familie wurde für den Dichter zum Urbild der verlorenen Heimat. Danach gehörte das Schloss den Herzögen von Ratibor und Fürsten von Corvey und diente bis 1945 als Wohnhaus für Beamte und Gutspächter. Das Schloss wurde im 2. Weltkrieg zerstört und die Natur hat die Ruine seitdem verschlungen. Ratibor gehört zu den ältesten Städten Schlesien und war bis 1945 die südöstlichste Stadt des Deutschen Reiches. In vielen Jahrhunderten trafen hier deutsche, böhmische und polnische Elemente aufeinander. Sie wurde im 2. Weltkrieg zu 85% zerstört und ihre Geschichte und Bedeutung kann man heute fast nur noch in Büchern und Dokumenten erforschen. Der Nachmittag ist heute für eigene Interessen frei.
21.09. Krakau gehört zu den 12 Orten in der Welt, die auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes stehen. Der architektonische Komplex der Altstadt, der alle Geschichtskatastrophen überdauerte und die seit dem Mittelalter unveränderte Anlage, sowie das Salzbergwerk Wieliczka, gehören zu den wertvollsten Schätzen der Weltarchitektur. Innerhalt des alten Krakauer Stadtzentrums befinden sich mehr als 300 altertümliche Wohnhäuser, und 58 Kirchen und Paläste, was aber nur einen kleinen Teil der wertvollen Bauwerke dieser Stadt darstellt. Das Salzbergwerk Wieliczka muss man gesehen haben. Die Salzgrube gehört zu den ältesten in Europa. Die touristische Besichtigungsstrecke misst 3.5 km und durchläuft über 20 Kammern und Kapellen. Die von den Bergleuten mit wundervollen Plastiken ausgeschmückten Kapellen, die zauberhaften unterirdischen Seen sowie viele Zeugnisse von der Arbeit der Kumpel veranschaulichen, wie das Bergwerk vor Jahrhunderten funktionierte. In den unterirdischen Kammern finden Konferenzen, Bankette, Sportveranstaltungen und Silvesterbälle statt.
22.09. Heuten fahren wir nach Himmelwitz (Jemielnica) und Annaberg (Gora Swietej Anny). Überregional ist der Wallfahrtsort St. Anna am Annaberg, mit Franziskaner-Kirche und -Kloster, dem Kalwarienberg mit über 30 Barockkapellen. Zentralpunkt ist die gotisch-barocke Kirche, in deren Hauptaltar sich die berühmte wundertätige Figur der Hl. Anna befindet. In dieses Sanktuarium kommen jährlich tausende von Pilger aus ganz Schlesien. Der heutige Nachmittag steht wieder zur freien Verfügung. Er kann zum einkaufen, in Ruhe Kaffee trinken oder einfach nur zum Seele baumeln lassen genutzt werden.
23.09. Wir starten nach dem Frühstück zu unserem Tagesausflug. Wir fahren über Neisse (Nysa), Ottmachau (Otmuchow), Patschkau (Paczkow) nach Glatz (Klodzko). Unser Weg führt uns durch eine Region vielfältiger Natur, reicher Geschichte und pulsierendem Kulturleben. Über Jahrhunderte stießen in dem Land- einem Grenzland zwischen Schlesien, dem westlichen Kleinpolen und dem nördlichen Teil Mährens – die Kulturen und Religionen vieler Völker aufeinander, was zu dem einzigartigen geistigen Reichtum dieses Gebietes beitrug. Die Vielfalt findet ihren materiellen Ausdruck in historischer Holzarchitektur, in architektonisch anspruchsvollen Schönhäusern aus dem 19. Jahrhundert, in majestätischen Wehrbauten und prachtvollen Residenzbauten des Landadels, nicht zuletzt aber auch in der Industriearchitektur des Bergbau- und -Hüttenwesens.
24.09. Gleiwitz (Gliwice) und Kattowitz (Katowice) 2 Städte, die eine rasante Entwicklung hinter sich haben. Kattowitz- Hauptstadt des Dreimillionenballungsgebietes von Oberschlesien und sich schnellstens entwickelnde Metropole von Polen, wurde über 100 Jahre zu den führenden Schwerindustriegebieten Europas gerechnet. Über dem Stadtbild dominierten Bergwerke, Hütten und verschmutzte Luft. Das heutige Antlitz der Stadt zeichnet sich aus durch moderne Administrations- und -Finanzzentren und viele Wissenschafts- und -Kulturstätten. Gleiwitz zeichnet sich in erster Linien durch seinen architektonischen Reiz aus. Sie ist eine der schönsten Städte Oberschlesiens und an allen Orten der Stadt, im Zentrum und auch in den Randgebieten – begegnen wir Zeitzeugen der vergangenen Jahrhunderte, wo die Geschichte ihre materiellen Spuren hinterlassen hat.
17.09. Heute heißt es Abschied nehmen. Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an, die wir für einen kurzen Aufenthalt in Liegnitz unterbrechen werden. Diese Reise wird uns durch die Vielfältigkeit Schlesiens in Erinnerung bleiben.