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Konservative nur noch geduldet

eingestellt am 03.08.2010

 

Auszug aus dem Focus Nr. 31/10 v. 2. 8. 2010:

Die Richtungsdebatte in der Union kommt nicht zur Ruhe. Angesichts der FOCUS-Umfrage der letzten Woche, aus der hervorgeht, dass jeder fünfte Bürger geneigt wäre, eine Partei rechts von der Union zu wählen, kritisieren führende Unionspolitiker die "Vernachlässigung des konservativen Stammwählers".

Für Manfred Weber, CSU-Präsidiumsmitglied, geht es um das "langfristige Überleben" der Volksparteien. "Als Wahlkampfstrategie, sechs Monate vor einer Wahl, ist eine Breite-Mitte-Politik legitim", findet Weber, "um Wählerschichten jenseits der klassischen Klientel zu gewinnen."

Grundsätzlich aber brauche die Union "klare Positionen" und "bürgerliche Projekte". Die Entfremdung vom konservativen Wähler und Mitglied kritisiert CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach: Es sei ein Unterschied, "ob man ihnen das Gefühl gibt, tragender Bestandteil oder nur noch geduldet zu sein".

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich gibt sich kämpferisch: "Mit Sicherheit werden wir alles dafür tun, dass sich rechts von der CDU keine neue Partei gründet."

 
 
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